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Heilpraktiker Dieter Berweiler ist ein Spezialist auf den Gebieten der naturheilkundlichen Borreliose Therapie und der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis, Akne, Heuschnupfen, Gürtelrose oder Morbus crohn.

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Dieter Berweiler

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2.4 Darmdysbiose

Darmdysbiose bedeutet, dass der Darm mit Bakterien besiedelt ist, die eine korrekte Verdauung nicht gewährleisten können und /oder den Körper schädigen.

Bei der Frage, ob die Verdauung funktioniert, antworten viele Menschen, dass sie mehr oder weniger regelmäßig Stuhlgang haben. Für viele ist Verdauung gleichbedeutend mit Stuhlgang. Das ist schlichtweg falsch.

Verdauung bedeutet, dass die zugeführten Lebensmittel in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt werden, bis die Bestandteile so klein sind, dass sie durch die Darmwand in den Körper gelangen können und weiter über die Pfortader in die Leber transportiert werden, um dort dem Körper für eine Vielzahl von Stoffwechselvorgängen zur Verfügung zu stehen.
Stuhlgang ist die Entsorgung des „Restmülls“ aus dieser Verdauung und die Entsorgung der Schlackenstoffe aus dem Stoffwechsel, also der Stoffe, für die der Körper keine Verwendung (mehr) hat.

Leider ist auch die Vorstellung falsch, dass der Darm alleine die Verdauungsleistung zustande bringt. Der Darm bedient sich zur Verdauung der ihm zugeführten Lebensmittel vieler Helfer – den Darmbakterien. Sie sind es letztendlich, die die eigentliche Verdauungsleistung vollbringen. Der Mensch hat mehr Darmbakterien im Darm als selbst Zellen im Körper.
Der Mensch lebt mit seinen Darmbakterien in Symbiose zusammen. Das bedeutet, dass der Mensch den Darmbakterien einen geschützten, für die Bakterien idealen Lebensraum zur Verfügung stellt. Als „Gegenleistung“ zerlegen die Darmbakterien den Nahrungsbrei in seine Grundbausteine und stellen dabei zum Teil wichtige Vitamine in ihrem Stoffwechsel her. Die Bausteine und die hergestellten Vitamine können dann resorbiert werden.
Fehlen diese physiologisch wichtigen Bakterien im Darm, so wird der Nahrungsbrei nicht mehr verdaut, sondern er vergärt, wobei Gärungsprodukte wie z. B. Methan, Schwefelwasserstoff oder Methanol, entstehen. Methan entsteht bei der Vergärung von pflanzlichem Material und verursacht Blähungen. Schwefelwasserstoff entsteht bei der Vergärung von Eiweiß, verursacht ebenfalls Blähungen, die stark „duftend“ sind. Beim Verzehr von Hülsenfrüchten wie Bohnen und Linsen ist das in einem Sprichwort erfasst: „Jedes Böhnchen macht ein Tönchen“. Methanol entsteht bei der Vergärung von Zucker bzw. verschiedenen Zuckerarten. Methanol, auch Fuselalkohol genannt, schädigt extrem die Leber bis hin zur Leberzirrhose. Schlechte Leberwerte, also Leberwerte, die nicht der Lebensweise entsprechen, finden hier ihre Erklärung.

Da der Nahrungsbrei nicht mehr vollständig aufgeschlossen wird, werden lebensnotwendige Vitamine nicht oder nur unzureichend aufgeschlossen. Dies führt wiederum zu Vitaminmangel mit all seinen Folgen. Das gleiche gilt auch für Mineralstoffe und Spurenelemente. Durch die Darmdysbiose erklärt sich auch, warum heutzutage viele Menschen einen Vitamin- und Mineralstoffmangel trotz der reichhaltigen Ernährung haben.

Hinzu kommt, dass bei den meisten Menschen die Fettverdauung gestört ist. Das hat den so genannten Fettstuhl zur Folge. Fettstuhl bedeutet, dass im Stuhlgang noch nicht verdautes Fett vorhanden ist. Das Fett wiederum macht den Stuhl schmierig, was sich deutlich in der Toilettenschüssel in Form von „Bremsspuren“ zeigt. Am After hinterlässt der Fettstuhl ebenfalls seine Spuren. Dem wird mit einer Vielzahl von Abrissen des Toilettenpapiers Rechnung getragen.
Ein physiologisch korrekter Stuhl stinkt nicht, duftet nur leicht, ist trocken, fest, dunkelbraun, „schnittfest“ und hinterlässt weder in der Schüssel noch am After Spuren.

Da fast jeder eine Darmdysbiose hat, wird das als „normal“ bezeichnet. Also Aussagen wie „meine Verdauung ist normal“ bedeutet in der Regel: Darmdysbiose mit Fettstuhl.
Eine korrekte Verdauung verursacht keinerlei abgehende Winde, auch nicht ab und zu am Tag und auch nicht beim Toilettengang. Bereits ein abgehender Wind am Tag ist einer zuviel und deutet auf die Dysbiose hin.

Die Ursachen der Darmdysbiose sind hausgemacht. Mit der Einnahme der ersten Tablette eines Antibiotikums kündigen wir den Kooperationsvertrag mit unseren so wichtigen Bakterien und bringen alle um. Antibiotikum bedeutet wie der Name schon sagt: „Anti“ = gegen und „biotik“ = Leben, also „gegen das Leben“. Und das nehmen wir bedenkenlos ein, ohne uns der Folgen bewusst zu sein.

Leider stellt sich die Darmflora, also die Darmbakterien, von alleine nicht mehr ein, auch nicht bei einer gesunden Ernährung. Die Darmbakterien müssen von außen (das heißt von Ihnen) wieder neu zugeführt werden. Wie bereits ausgeführt, nutzt die gesunde Ernährung beim Fehlen einer physiologisch korrekten Darmflora nur bedingt, da die Nahrung nicht korrekt verdaut werden kann. Der Schluss, dass durch eine korrekte Ernährung die Darmbakterien sich wieder ansiedeln ist schlichtweg falsch.

Da aber bereits im Säuglingsalter oder spätestens im Kleinkindalter dieser Kooperationsvertrag mit den Darmbakterien bei den meisten Kindern gekündigt wurde, wird klar, warum alle, Kinder als auch Erwachsene, diese Probleme haben. Das wiederum erklärt, dass das scheinbar Normale, aber tatsächlich Unnormale keinen mehr stört.

Die Erstbesiedelung des Darmes erfolgt bei der Geburt, wenn der Säugling durch den Geburtskanal der Mutter rutscht und aus der Scheidenflora die Bakterien aufnimmt, die dann seinen Darm besiedeln. Hat die Mutter selbst eine Darmdysbiose und dadurch eine gestörte Scheidenflora, so ist die Darmdysbiose des Nachwuchses bereits vorprogrammiert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass bereits Säuglinge eine Darmdysbiose haben mit den damit verbundenen Blähungen und dieses Unbehagen auch lauthals zum Ausdruck bringen. Da hilft auch kein Fencheltee, der so oft empfohlen wird.

 Beginnt man nun, die Darmbakterien wieder im Darm anzusiedeln, sollte der Darm den Bakterien auch die richtigen Lebensbedingungen bieten. Ein fehlbesiedelter Darm bietet das leider nicht mehr, da sich in ihm andere Bewohner breit gemacht haben und den Lebensraum Darm nach ihren Bedürfnissen gestaltet haben. Eine Darmsanierung beginnt daher immer mit einer „Renaturierung“ des Lebensraumes Darm für die physiologisch dort anzutreffenden Bakterien. Erst nach der Renaturierung finden dort „ausgesetzte“ Darmbakterien wieder alles, was sie zum Leben brauchen.

Unterliegt man dem Irrtum, dass alleine das Zuführen von Darmbakterien ausreicht, stellt der Betroffene oft fest, dass die Verdauungsbeschwerden unter der Zufuhr der Darmbakterien besser sind, sich aber nach dem Absetzen des Präparates der ursprüngliche Zustand wieder einstellt. Dies ist auch nicht anders zu erwarten. Wenn die ausgesetzten Darmbakterien nicht den richtigen Lebensraum vorfinden, dann sterben sie nach und nach wieder ab.

Darmsanierung beginnt also immer mit der „Renaturierung“ des Darmes, danach mit einer Neubesiedlung des Dünndarms und anschließend mit der Wiederbesiedlung des Dickdarmes. Danach ist es sinnvoll, den Körper mit allen lebensnotwendigen Vitaminen „aufzufüllen“, denn jetzt werden die zugeführten Vitamine auch aufgenommen.
Die für die Beseitigung der Darmdysbiose verwendeten Produkte sollten unbedingt den Ernährungsrichtlinien für eine artgerechte Ernährung (siehe dort) entsprechen, ansonsten ist der Erfolg von vornherein gefährdet.

Ab dem Beginn der Darmsanierung bis der Darm wieder seine Funktion optimal erfüllen kann, also der Zeitraum, während dessen man die Symbiose wieder herstellen möchte, lenkt man sozusagen die Symbiose des Darmes. Daher wird von der Symbioselenkung des Darmes gesprochen.

Beim Beginn der Symbioselenkung beginnt man mit der Renaturierung des Darmes. Dabei haben sich Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren bewährt, verbunden mit Vitamin B Präparaten, den Spurenelementen Chrom, Mangan, Selen, Zink und Mineralstoffen. Nach vier Wochen „Renaturierungsphase“ kann mit der eigentlichen Besiedelung begonnen werden. Auch diese Phasen werden von Fettsäuren, Vitaminpräparaten und Mineralstoffen begleitet.

Bewährt hat sich die Darmsanierung der Firma hypo-A. Zum einen entspricht dieses Darmsanierungsprogramm den strengen Vorgaben der Ernährungsrichtlinie, zum anderen sind darin alle Fettsäuren, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente enthalten. Möchte der Betroffene ein anderes Präparat mit Darmbakterien benutzen, ist es erforderlich, dieses Präparat mit den entsprechenden Fettsäuren, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen zu ergänzen.

Selbst nach dreimonatiger Symbioselenkung ist so mancher Darm nicht in der Lage, nachhaltig den Lebensraum aufrecht zu erhalten. Dann empfiehlt es sich, die Darmsanierung in dieser Art und Weise für weitere 3 Monate fortzuführen. Wenn der Darm seine Funktion wahrnehmen kann, wird die Dosis auf 2 x tgl 1 Kps. reduziert. Anschließend empfiehlt sich eine so genannte Erhaltungsdosis. Das bedeutet, der Betroffene pflegt weiterhin in reduziertem Umfang den Darm (1 x tgl. 1 Kps.) und führt, ebenfalls reduziert, Darmbakterien zu. So kann eine nachhaltige Symbioselenkung die Darmfunktion gewährleisten. Ohne einen gut funktionierenden Darm wird der Mensch zwangsläufig krank. Daher gilt seit dem Altertum das Sprichwort:


Der Tod lauert im Darm


Die nachfolgende Übersicht vermittelt einen Überblick einer umfassenden Darmsanierung für einen Erwachsenen. In Ausnahmefällen muss die Darmsanierung den einzelnen Betroffenen angepasst werden.
Auch für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder gelten die Grundlagen der Symbioselenkung. Allerdings müssen die verabreichten Mengen dem Alter bzw. dem Gewicht des Kindes angepasst werden.

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Hinweis:

Dieser Therapieplan ist ein Basisplan, der für den jeweiligen Patienten individuell angepasst und ergänzt wird. Er ersetzt nicht die ganzheitliche Beratung und Behandlung durch einen in diesem Bereich erfahrenen Heilpraktiker oder Therapeuten.

Dieter Berweiler
Heilpraktiker
Dipl.-Ing. (FH) Gartenbau

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